Reaching the top – San Pedro Peaks

Crossing the San Juan Peaks was quite an experience:

Of course making it to the top was only half the challenge. As said in the movie I had wanted to descend to make it to dryer grounds for the night. Which meant another 2km of continuous snow fields and postholing. But luckily not as much crossing through soaking wet meadows. But therefore I soon entered into a line forest that just looked like someone had gone crazy in there. Apart from the trail it would have been almost impossible to cross the first due to the fallen trees. Of course that meant climbing over and ducking under tree trunks as well for several kilometers. And that there was nowhere I could have pitched the tent. But a couple of hours later I walked out of the forest onto an open meadow. A dry one! So I pitched my tent, made myself something to eat, celebrated my (mostly) dry shoes and wanted to fall right into my sleeping bag. When another hiker turned up in the dark. He pitched the tent right next to me, shared some skittles with me and we had a fun tent to tent conversation until late into the night. Quite a day!

Making it to the top I was really proud as I had reached 3220 m. Which to me is quite high. But there it is not alpine as it is in the Alpes. It made me think of the pictures I usually get from my parents and brother when they climbed up a mountain. And that actually made me laugh, because instead of standing on top of a snow covered peak with a cross, in full gear and with a view over all the other snow covered peaks I got this:

Me at 3220m – surrounded by trees, with no cross and hardly a view
Mom, Dad and Jonas in comparison

Die Überquerung der San Pedro Peaks war eine Herausforderung:

Video: Ich habe es auf den Gipfel geschafft. Laut Karte bin ich auf 3220 m. Es war ein sehr langsamer Weg zum Gipfel und gefühlt eine Kombination aus Hürdenlauf, Labyrinth und dem Spiel ‚du darfst nur auf die Linien treten sonst stirbst du‘. Die ersten drei Kilometer waren ein steiler Anstieg. Mit vielen umgefallenen Baumstämmen, über die ich klettern musste oder draunter hindurch kriechen, und unzähligen Bächen zum überqueren. Als ich das Plateau erreicht hatte, ging es dann nur noch leicht weiter bergauf, aber dafür musste ich sieben Kilometer lang Schneefelder überqueren. Manche waren mehrere hundert Meter lang und oft sehr tief, weshalb ich mehrmals bis zu den Knien eingesunken bin. Wenn es keine Schneefelder waren, dann durchtränkte Wiesen vom getauten Schnee. Also die Herausforderung gestellt ‚wie lange bleiben die Schuhe trocken‘ und dann bin ich wie durch ein Labyrinth von einer höchsten Stelle zur nächsten über Steine, Grasbüschel und Stöcke. Irgendwann wollte ich schon aufgeben, aber habe dann festgestellt, dass meine Schuhe sich sehr gut halten. Danke – Goretex!! Zweimal habe ich die Schuhe ausgezogen um einen Bach zu durchqueren, der vielleicht bis zur Wade hoch ging. Aber – ich habe die Herausforderung gewonnen, wenn auch nur sehr knapp. Ich hatte immer noch trockene Füße und Schuhe, höchstens ein bisschen feucht. Darüber bin ich sehr froh, denn wenn es trocken wäre, dann ist es nicht so schlimm. Aber hier oben war es doch sehr kalt und ich hätte nicht mit nassen Füssen durch den Schnee stapfen wollen. Aber ich hab’s geschafft! Ich hatte sogar ein bisschen eine Aussicht, auch wenn man das auf dem Video nicht so gut sehen kann. Ich konnte aber gar nicht lange bleiben und es genießen, sondern nur eine kurze Pause machen. Gerade kam sogar die Sonne noch heraus. Vorher hatte es aber mehrmals kurz angefangen zu nieseln. Da habe ich schon gedacht, dass ich auch noch von oben nass werde… Was für ein Unterschied ein paar Tage machen. Vor ein paar Tagen war ich noch in der Wüste und musste mir Sorgen machen wegen nicht genug Wasser und jetzt ist überall Wasser – unter und über mir. Ich muss mir hier definitv keine Gedanken ums Wasser machen. So ja, ich weiß es total zu schätzen, auch wenn es sehr anstrengend war. Ich würde also nur kurz bleiben, denn ich wollte noch ein paar hundert Meter absteigen, wo es dann Nachts nicht so kalt ist. Also weiter geht’s….

Natürlich ist der Aufstieg nur die halbe Herausforderung. Wie im Video erwähnt, wollte ich absteigen, um die Nacht im trockenen zu verbringen. Dafür musste ich weitere 2km durchgehend durch Schnee stapfen und bin unzähligen Male eingesunken. Aber zum Glück kamen nicht mehr so viele durchnässte Wiesen. Dafür kam ich bald schon in einen Kieferwald, in dem es so aussah als wäre dort jemand durchgedreht. Ohne Weg wäre es dort wegen der umgestürzten Bäume unmöglich gewesen den Wald zu durchqueren. Das bedeutete also mehrere Kilometer lang über Baumstämme klettern oder darunter hindurch kriechen. Und dass es da keinen Ort gegeben hätte an dem ich mein Zelt hätte aufschlagen können. Nach ein paar Stunden kam ich dann aber auf eine große Wiese. Und vor allem eine trockene! Ich baute also mein Zelt auf, möchte mir was zu Essen, feierte meine (fast) trockenen Füsse und wollte schon in meinen Schlafsack fallen. Als ein weiterer Wanderer im Dunkeln auftauchte. Er baute sein zelt direkt neben meinem auf, teilte ein paar skittles mit mir und dann hätten wir bis spät in die Nacht eine lustige Unterhaltung zwischen den Zelten. Was für ein Tag!

Es bis auf den Gipfel von 3220m zu schaffen, hat mich tatsächlich ganz stolz gemacht. Das ist für mich schon ziemlich hoch. Auch wenn es da nicht so alpin ist wie in den Alpen. Dadurch musste ich aber an die Photos denken, die ich immer von meinen Eltern oder Jonas bekomme, wenn sie einen Gipfel erklommen haben. Und musstevziemlich lachen, denn anstatt auf einen schneebedeckten Gipfel mit Gipfelkreuz, in voller Ausrüstung und mit Blick über die schneebedeckten anderen Gipfel zu stehen, sah das bei mir so aus:

2 Kommentare zu „Reaching the top – San Pedro Peaks

  1. Liebste Claudia, wir sind stolz auf Dich! Du steigst in der Wildnis auf hohe Berge, dies ist anspruchsvoller als unser betreutes Klettern auf Alpengipfel mit Bergführer Jonas und Übernachtung in einer bewirtschafteten gemütlichen Berghütte.
    In Gedanken bin ich stets bei Dir, Deine Mama

    Gefällt 1 Person

  2. Gratuliere Dir für Dein Durchhaltevermögen! Es ist bestimmt nicht leicht ohne Wege und mit all den Feuchtgebieten auf so ein hohes Plateau zu steigen. Diese Jahr hat es wohl viel in den Rocky Mountains geschneit, dass macht das ganze noch schwieriger. Gut, dass Du weiter im Süden begonnen hast. Weiterhin Alles Gute und viel Freude und Erkenntnisse auf Deine langen Wanderung.
    Viele Grüße
    Ralf

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu Bettina Bruschke Antwort abbrechen